• Unsere Stephanuskirche

    Von weithin ist die Stephanuskirche als Wahrzeichen Kuppingens sichtbar. Gleichzeitig ist die Stephanuskirche Mittelpunkt unserer Gemeinde und Ort des Gottesdienstes. Jeden Sonntag und an kirchlichen Feiertagen kommen Menschen hier zusammen, zur Anbetung und Fürbitte, zum Loben und Danken. 

    Seien auch Sie herzlich willkommen!

Die Stephanuskirche ist immer vor und nach den Gottesdiensten geöffnet und am Erntedanksonntag bis Nachmittags. Falls Sie zu einem anderen Zeitpunkt die Kirche besichtigen möchten kommen Sie gerne auf das Gemeindebüro zu. Sie können einen individuellen Zeitpunkt vereinbaren.

Baubeschreibung - Baugeschichte - Bilder - Glasmalereien

 
 

Baubeschreibung

Die Stephanuskirche setzt sich aus vier Baukörpern zusammen: Dem Chor, dem Langhaus, dem Turm und der Sakristei.

 
 

Baugeschichte Teil 1:

beleuchteter Chor

Die Kirche geht wahrscheinlich auf eine fränkische Centene mit einer Centkirche und Reichspfarrkirche vom 3. Viertel des 8. Jahrhunderts zurück. 1275 wird die Pfarrkirche erstmals urkundlich erwähnt. 

Die Eichen für die Holzkonstruktion der Glockenstube wurden im Winter 1349/50 gefällt. Ein Lichtschlitz in der Giebelwand des Chorbogens besitzt ebenfalls einen eichernen Sturz von 1343/44. Diese Jahreszahlen konnten durch eine dendrochronologische Untersuchung im Jahre 2010 festgestellt werden. Deshalb kann vermutet werden, dass der Turm wohl im Jahr 1350 unter Dach kam.

Der Chor ist im Verhältnis zum Schiff recht groß, was wohl mit schlechteren wirtschaftlichen Umständen und einer geringeren Bedeutung Kuppingens zur Erbauungszeit des Schiffs zusammenhing.

Das Langhaus wurde als Saalbau 1432 im Rohbau vollendet. Auch dies konnte durch die dendrochronologische Untersuchung im Jahre 2010 festgestellt werden. Es war fast von quadratischer Form.

Baugeschichte Teil 2:

1617 wurde die Kirche renoviert und der Altar verschoben, sowie Apostelbilder an den Wänden angebracht.

1765 wird die Sakristei auf der Nordseite des Chores abgerissen, um eine bessere Belichtung des Chores zu ermöglichen. Hier wird auf der Chornordseite ein großes Fenster eingebrochen. Der Neubau der Sakristei auf der Südseite erfolgte wohl 1766.
1765 wird eine neue Orgel angeschafft und auf einer neuen Orgelempore im Chor aufgestellt.

1769/70 wurde die am Turm angebrachte Sonnenuhr ergänzt und korrigiert.

1775 wurde die Kirche von Johannes Hascher ausgemalt. (Empore, Chorgestühl, Kanzeldeckel, Orgelprospekt).

1815 entstand eine Empore im Chor auf der Südseite. 1821 wurde die Südempore (sogenannte Herrenempore) mit einem 2. Geschoß versehen.

1859 erhält die Kirche anstelle einer Täferdecke eine flache Gipsdecke, die mit einem Unterzug am Dachstuhl aufgehängt wird.

1880 wurden die Außentreppen der Empore beseitigt und im Westen ein Treppenvorbau errichtet.

1956 wurde das Chordachwerk erneuert.

1960/61 umfassende Renovierung und Umbaumaßnahmen. Das Langhaus wird verlängert und die Westfassade neu aufgebaut. Die Fenster werden neu geordnet. Einbau einer Holztonnendecke. Entfernung der Chorempore und Rückbau der Emporen im Langhaus. Einbau eines neuen Altars und neuer Glasgemälde.

1997 Innenrenovierung mit Erzielung eines harmonischen Gesamteindrucks im Innenraum. Die Bänke wurde farbig gefasst und eine neue Beleuchtung eingebaut. Die Schlusssteine und Rippenfassungen wurden restauriert.

Aussenansichten der Kirche im Winter

Die Empore und das Kirchenschiff

Weihnachtlicher Chorraum

Glasmalereien

"Der Reiter auf dem weißen Pferd", rundes Fenster in der Westfassade.

 

"Die Verteilung der Almosen" aus der Stephanusgeschichte im westlichsten Rechteckfenster.