Seifenkistenrennen am 30. Juni 2019

Unter dem Motto "Ab geht die Post" gingen am Sonntag zahlreiche Seifenkisten an den Start und lieferten sich bei bestem Wetter ein Rennen in mehreren Kategorien.

Veranstalter war das Evangelische Jugendwerk Bezirk Herrenberg. Austragungsort Kuppingen.

Der Aufbau für das Rennen und die Essenstände begann um sieben Uhr morgens. Circa 20 ehrenamtliche Helfer waren beim Aufbau im Einsatz.

Mit einem Gottesdienst starteten die zahlreichen Teilnehmer in der gut besuchten Stephanuskirche unter dem Motto "Ab geht die Post - sei Teil der Geschichte". Die Sing&Pray-Band lud zum Mitsingen ein.

Nach dem Gottesdienst führte der "Seifenkistenrat" die jungen Rennfahrer einmal durch die Rennstrecke, welche die Hintere Gasse hinunterführte. Circa 200 Strohballen säumten die Hintere Gasse zur Fahrbahnbegrenzung. Bereits am Freitagabend fand der TÜV für die Seifenkisten statt und ausgestattet mit Helm fiel der Startschuss für die erste Fahrt. Eröffnet wurde das Rennen von einer Kuppinger Seifenkiste, der "Blue Fire". 'Insgesamt 24 Seifenkisten aus dem gesamten Kirchenbezirk nahmen am Rennen teil. Besonders Kayh war dabei stark vertreten, gleich acht Seifenkisten schickte die Kirchengemeinde ins Rennen.

Dass aus vielen Gemeinden des Kirchenbezirks Seifenkisten am Rennen teilnahmen, sprach für die gute Zusammenarbeit innerhalb des Bezirks. In einem kurzen Interview gingen Ortsvorsteher Markus Speer und Pfarrer Dr. Matthias auf dieses Thema ein. Beide waren sich einig, dass vor allem eine reibungslose Kommunikation zur besseren Vernetzung beiträgt. Als große Fans von Seifenkistenrennen zeigten sich beide zufrieden an diesem Event, Speer bemerkte, „man fühle sich bei diesem Rennen und diesen Temperaturen wie in Monte Carlo“.

Der Seifenkistenrat hat das Rennen, das zahlreiche schaulustige Zuschauer herbeilockte, in vier Klassen eingeteilt, die nacheinander stattfanden. Zunächst nahmen alle Seifenkisten der gleichen Bausatzform teil. Hier holte sich die Seifenkiste „Gift“ aus Kayh den Sieg. 

Die Besucher konnten sich am Karl-Kühnle-Platz mit Grillgut, Kuchen, kühlen Getränken und Eis versorgen. Bei tropischen Temperaturen war besonders das Eis heiß begehrt. Zahlreiche Anwohner hatten ihre Sonnenschirme aufgestellt und boten so den vielen Zuschauern ein schattiges Plätzchen, um die Fahrer anzufeuern.

Mit den Seifenkisten „Letzte Fahrt“ aus Entringen und „Flower Power“ traten zwei Fahrer in der Klasse C gegeneinander an. Diese beiden Kisten verfügen beide über Luftbereifung, das Rennen machte letztendlich Entringen. Sonstige Bereifungen gab es in der Klasse D mit vier Teilnehmern, hier überzeugte „Die Unvollendete“ aus Öschelbronn.

Mit viel Herzblut und Liebe zum Detail wurden die Kisten gebaut, getunt und auch optisch aufgemotzt. Während die einen auf eine farbenfrohe Bemalung setzten, überzeugte die „Badewanne“ als umgedrehte Badewanne, oder „Ferrari Racing“ fuhr im typisch rot lackierten Modell vor. Der „Oldtimer“ fuhr etwas gemächlicher die Hintere Gasse hinunter, verteilte während der Fahrt jedoch Bonbons an alle Fans am Straßenrand. Mit Spoilern und allerlei anderem ausgestattet durchfuhren die Seifenkisten des Bezirks die knapp 250 Meter, bevor sie an der Post vorbei durch eine scharfe Rechtskurve ins Ziel einfuhren. 

Als Abschluss fuhren noch einmal alle Seifenkisten im Autokorso durch die Hintere Gasse, bevor die Siegerehrung stattfand.

Zahlreiche Zuschauer, die trotz der starken Hitze es sich nicht nehmen ließen die Rennfahrer anzufeuern, circa 50 engagierte Helfer, ein unfallfreies Rennen und zufriedene Besucher – alle unter Gottes Segen gestellt, trugen zum großen Erfolg des Rennens teil. 

Nadine Bruer