Unsere Stephanuskirche

Baugeschichte

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Baugeschichte

beleuchteter Chor

Die Kirche geht wahrscheinlich auf eine fränkische Centene mit einer Centkirche und Reichspfarrkirche vom 3. Viertel des 8. Jahrhunderts zurück. 1275 wird die Pfarrkirche erstmals urkundlich erwähnt.
Kirchturm und Chor wurden zwischen 1290 und 1306 (1297) in frühgotischer Formensprache als Teile einer Wehrkirche gebaut. Der Chor ist eng mit dem der Herrenberger Stiftskirche verwandt.

Das Kreuzrippengewölbe des Chores zeigt eine fünfblättrige Rose als Mariensymbol und ein Gesicht als Christus-Symbol, aus dessen Mund Blattranken „von segensvoller Bedeutung“ ausgehen (Schahl).

 

Der Chor ist im Verhältnis zum Schiff recht groß, was wohl mit schlechteren wirtschaftlichen Umständen und einer geringeren Bedeutung Kuppingens zur Erbauungszeit des Schiffs zusammenhing. Das Langhaus wurde als Saalbau um 1480 angebaut. Der von außen zugemauerte Westeingang (Konsolsturzportal) einschließlich der Türflügel und Beschläge stammt aus dem 15. Jh. und hat ein Weihwasserbecken (ursprünglich links vom Portal) von 1481.

Turmuhr und Ausblick vom Turm, einmal nach Herrenberg mit Stiftskirche und einmal mit Blick zur kath. Kirche St. Antonius

1617 wurde die Kirche renoviert und der Altar verschoben, offenbar eine Beleuchtung und Apostelbilder angebracht.

Wann zuerst Emporen eingebaut wurden, ist unklar.

Im 17. und 18. Jahrhundert nahm die Bevölkerung stark zu und man erweiterte die Emporen um ein zweites Geschoß, das bis 1961 erhalten blieb.

1765 wird die Sakristei auf der Nordseite des Chores abgerissen, um eine bessere Belichtung des Chores zu ermöglichen. Hier wird auf der Chornordseite ein großes Fenster eingebrochen. Der Neubau der Sakristei auf der Südseite erfolgte wohl 1766.
1765 wird eine neue Orgel angeschafft und auf einer neuen Orgelempore im Chor aufgestellt.

1769/70 wurde die am Turm angebrachte Sonnenuhr ergänzt und korrigiert.
Das südliche (östliche) Rundbogenportal des Kirchenschiffs stammt von 1772.
1775 wurde die Kirche von Johannes Hascher ausgemalt. (Empore, Chorgestühl, Kanzeldeckel, Orgelprospekt).

1815 entstand eine Empore im Chor auf der Südseite. 1821 wurde die Südempore (sogenannte Herrenempore) mit einem 2. Geschoß versehen.

1859 erhält die Kirche anstelle einer Täferdecke eine flache Gipsdecke, die mit einem Unterzug am Dachstuhl aufgehängt wird.

1880 wurden die Außentreppen der Empore beseitigt und im Westen ein Treppenvorbau errichtet.

Das westliche Rundbogenportal auf der Südseite stammt wohl aus dem gleichen Jahr.

 

(Auszug aus einem Vortrag von Ludger Schmidt, nach der Renovierung 1997)

Aussenansichten der Kirche im Winter

Die Empore und das Kirchenschiff

Weihnachtlicher Chorraum