Wochenende des Kirchengemeinderates vom 9. bis 11. März 2018

Bibel, Bekenntnis und Kirchenordnung - Was gilt bei uns eigentlich?

In großer Gruppe machte sich der Kirchengemeinderat vom 9. bis 11. März auf nach Villingen in den Schwarzwald. 14 Personen, der KGR zusammen mit unserer Vikarin Esther Auer und Gemeindepraktikant Matthias Trumpp, beschäftigten sich mit dem inhaltlichen Thema, auf welchen Grundlagen wir in unserer Kirche Entscheidungen treffen.

Am Freitagabend nahm uns Vikarin Auer mit auf eine Sozialraumerkundung durch Kuppingen. Neue Impressionen und Bilder von unserem Heimatort gaben Gesprächs- und Gebetsstoff.

Pfarrer Dr. Deuschle und Pfarrerin Deuschle haben am Samstag zum Einstieg erfundene Fallbeispiele aus der Praxis den Kirchengemeinderäten zur Entscheidung gegeben. Eine Zen-Buddhistin als Hausmeisterin im Gemeindehaus einstellen, geht das? Und mit welchen Grundlagen können wir eine Lösung bekommen? Die Bibel als heilige Schrift ist Grundlage unseres Handelns als Kirche und Gemeinde, aber nicht jeder Fall wird in ihr behandelt. Daher ist es gut, die Bekenntnisse der Reformation als weitere Wahrheiten zu kennen. Daneben gibt es viele Ordnung und Gesetze in unserer Kirche. Es war spannend diese Themen durchzugehen und gemeinsam unsere Grundlagen kennenzulernen.

Richtschnur für Entscheidungen ist das Amtsversprechen der Kirchengemeinderäte, das gleiche, wie auch jeder kirchliche Mitarbeiter und Pfarrer, ablegt. "Im Aufsehen auf Jesus Christus, den alleinigen Herrn der Kirche, bin ich bereit, mein Amt als Kirchengemeinderat zu führen und dabei mitzuhelfen, dass das Evangelium von Jesus Christus, wie es in der Heiligen Schrift gegeben und in den Bekenntnissen der Reformation bezeugt ist, aller Welt verkündigt wird. Ich will in meinem Teil dafür Sorge tragen, dass die Kirche in Verkündigung, Lehre und Leben auf den Grund des Evangeliums gebaut wird und will darauf achthaben, dass falscher Lehre, der Unordnung und dem Ärgernis in der Kirche gewehrt werde. Ich will meinen Dienst im Gehorsam gegen Jesus Christus nach der Ordnung unserer Landeskirche tun."

Am Samstagabend haben wir uns zusammen in die Welt eines russischen Diamantenbarons begeben. Unser Krimispiel hat den Abend wie im Fluge vergehen lassen. Am Ende wurde der Mörder gefasst. Wer es wohl war?

Sonntagmorgen feierten wir Gottesdienst, getreu dem Anfang des Amtsversprechens, "zu Jesus aufsehen". Matthias Trumpp hielt die Predigt.

Die Beschäftigung mit dem Amtsversprechen der Landeskirche hat uns als Kirchengemeinderäte neue Erkenntnisse gebracht und gut getan. Frisch gestärkt in Seele, Geist und Gemeinschaft sind wir nach dem Mittagessen wieder nach Kuppingen aufgebrochen.

Die Tannenhöhe bot wieder den passenden Rahmen. Das leckere Essen und die gute Betreuung durch die Aidlinger Schwestern machen den besonderen Geist des Tagungshauses aus.

 

Für den Kirchengemeinderat

Christoph Müller